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Weitere Entwicklungen

Neben Edisons elektrischem Stift existierte zudem der Papyrograph, ein von Eugenio de Zuccato 1874 entwickelter und patentierter Apparat zum raschen Kopieren von Zeichnungen und Schriftstücken. Das zu reproduzierende Original wurde mit einer scharfen Feder und einer besonderen, chemischen Tinte auf die unpräparierte Seite eines Papiers geschrieben, dessen andere Seite wasserdicht gemacht wurde; die Tinte zerstörte die wasserdichte Schicht und bildete hierdurch eine Art Schablone, welche zur Herstellung von 200 – 300 Abdrücken mittels eines besonderen Apparates in einer Kopierpresse benutzt werden konnte.1

Nachdem Zuccato diesen Prozess kommerzialisierte, meldete er 1885 ein Patent für Druckschablonen an, die mit der Schreibmaschine erstellt werden konnten2. 1877 arbeitete er parallel an einer Maschine, die er den Trypograph nannte: Diese nutzte eine alternative Methode um Schablonen herzustellen, hier wurde eine mit Wachs benetzte Schablone auf einer aufgerauten Metallplatte befestigt, die tausende, kleine Punkte aufwies und damit zur Perforation wird, die mit einem Metallstift beschrieben wurde.3

Thomas Edisons bereits existierender elektrischer Stift hingegen wurde von S. F. O’Reilly weiterentwickelt und am 8. Dezember 1891 als erste, echte elektrische Tätowiermaschine patentiert4, eine Entwicklung die zunächst dem Thema der Reproduktion von Schablonen nicht unbedingt wichtig erscheint. Die dadurch aber feiner und schneller werdende Nadel wurde für die Präparation einer Vorlage so zum für die damalige Zeit hochtechnologisierten Perforationsapparat um, zum Beispiel auf einem Leuchttisch, Bildmotive nachzuzeichnen.
Bis zum Jahrhundertwechsel erfand und vertrieb die Firma A. B. Dick viele weitere Geräte, darunter Schreibmaschinen (der Edison Typewriter #3, 1895) oder portable Weiterentwicklung des Systems (wie etwa der Edison Mimeograph No. 51 „New Automatic“).