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Die Geschichte von Noboru Hayama

In der Zeitleiste etwas früher, nämlich am 2. September 1924 wurde schließlich Noboru Hayama in Tokio als Kind eines japanischen Soldaten geboren. Hayama wurde laut Erzählungen als aufrichtige, fleißige und neugierige Person erzogen. Als die Zeit gekommen war, machte er seinen Militärabschluss als 2. Leutnant. Hayama entschied, sich als Lehrer an der Nihon University einzuschreiben. Er suchte nach einem Job, um für seine Ausgaben bezahlen zu können und fing als Drucker in einer Druckerei an, die mit Mimeographen ausgestattet war.1 Weil er etwas machen wollte, dass für zukünftige Generationen nützlich war entschied er, dass Mimeographie die perfekte Anforderung für ihn darstellte. 1946 erwarb er einen eigenen Mimeographen und begann in Setagaya, Tokio von zu Hause zu arbeiten.

Er entschied, dass das Wort „ideal“, (理想, jap. ‚riso‘)2, als Name der Firma treffend sei, seine Firma Riso-Sha wurde am 2. September 1946 offiziell angemeldet. In den Anfangstagen half ihm die ganze Familie Hayama. 1948 bezog er ein Verkaufsbüro in Tokyos Geschäftsviertel Nihonbashi. Der Firmenname änderte sich daraufhin in Riso Insatsusha, (jap. 理想 印刷) zu deutsch „ideale Druckerei“. Er gewann sehr bald Anerkennung für seine überaus akkurate und hochwertige Druckarbeit; seine Arbeitsaufträge kamen von Kunden aus Privatfirmen, Forschungseinrichtungen und Regierungsbüros.

Im März 1952 eröffnet er eine Druckerei mit elektrischen Schreib- und Druckmaschinen, die er aus England importiert hatte, und begann die Herstellung von Druckvorlagen mit gedruckten Zeichen anstelle von handgeschriebenem Text für die Perforation der Masterfolien. Die für den Schablonendruck benötigte Emulsionstinte wurde nur in kleinen Mengen nach Japan importiert und das Beschaffen von Verbrauchsmaterial für die tägliche Arbeit war sogar äußerst kräftezehrend. Bei einer Botenfahrt auf dem Weg neue Tinte abzuholen, erlitt Noboru Hayama einen schwerwiegenden Verkehrsunfall, der ihn mehrere Wochen ans Krankenbett fesselte. Hier kam Hayama zu der Entscheidung fortan selbst Tinte zu entwickeln, um unabhängiger zu sein. 3