B

Verträglichkeit der RISO-Farbe

Man kann die Farbe mit Tinte gleichsetzen, die bei einem Inkjetdrucker zur Reproduktion von Farbauszügen verwendet wird, so wird vom deutschen Vertrieb die als relevante identifizierte Verwendung „Tinte für Digitalvervielfältiger“1 angegeben. Laut Hersteller gibt es keine Einstufungen in entsprechende Gefahrgutverordnungen, was die Farbe zunächst sehr verträglich erscheinen lässt. Beim Kontakt mit Augen oder Haut wird ein Auswaschen mit Wasser und Seife empfohlen, eine besondere Reinigung über das „Wegschaufeln, [und] danach mit einem Tuch oder Papiertuch aufwischen.“2 hinaus ist nicht nötig.

Die Farbe kann bei Temperaturen zwischen 5° und 35 °c gelagert werden und sollte am Besten fern von Sonneneinstrahlung aufbewahrt werden. Im Gegensatz zur CMYK-Euroskala sind die Farben nicht an einen Farbstandard angeglichen, sondern operieren eher wie Sonderfarben, das heißt z. B., dass es kein Prozesscyan (wie etwa im Digital- oder Offsetdruck zur autotypischen Farbmischung) gibt, sondern lediglich „echte“ Sonderfarben zur Verfügung stehen. „Echt“ deshalb, weil Cyan, Magenta und Gelb als Primärfarben der subtraktiven Farbmischung natürlich auch Sonderfarben sind, diese in der Farbpalette der Matrizendrucker bis auf Gelb aber keine Verwendung finden. Das Farbsystem des Risographen setzt viel mehr auf Farben, die bei der Euroskala aus zwei oder mehr Farben zusammengefügt werden müssten, z. B. Dunkelblau oder Grün. Darüber hinaus gibt es extravagantere Farben wie Gold (in den Abstufungen Metallic und Matt), Weiß und auch floureszierende Farben wie Pink und Orange.

Dies ist nicht nur ein großer Vorteil des Risographen, da gewisse Bildteile mit fluoreszierenden Farben gedruckt werden können, um besondere Effekte zu erzielen. Darüber hinaus ist dieses Mischungsverhältnis der einzelnen Farbkomponenten und Farben ist unbeschränkt variabel.