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Das CIE L*a*b-Farbmodell

1976 wurde ein weiterer Entwicklungsschritt gemacht, daraufhin entstand das CIE L*a*B-Farbmodell, dass das Unvermögen des CIE Yxy-Farbmodell behebt: Alle wahrnehmbaren Farben sind innerhalb des CIE L*a*b-Farbmodell eindeutig vektoriell bestimmbar. Die hier vorhandene und nur in einer dreidimensionalen Ansicht darstellbare L-Achse enthält die unterschiedlichen Helligkeiten; alle Farben mit gleicher Helligkeit liegen auf einer Ebene.

Ähnlich ist es bei der Darstellung innerhalb des L*a*b-Farbraums, dieser besteht aus den beiden Farbachsen a und b, bei denen Farbanteile auf der Achse a zwischen Rot und Grün eingeordnet werden können, auf der Achse b werden Farbanteile zwischen Gelb und Blau eingeordnet, die Achse L (für Luminanz) ist für die Helligkeit der Farbtöne zuständig. Die Farbe Pantone 3005 U, die einem satten Blau und dem Äquivalent des RISO-Blau entspricht, hätte hierbei die Farbwerte L 45, a -13 und b -49. Das heißt, dass sie mäßig hell ist, sowie aus einem leichten Grün- und einem mäßigen Blaustich zusammengesetzt wird. Diese Farbinformation ist genau so eindeutig wie die Einteilung in eine RGB- oder CMYK-Skala:

Pantone 3005 U
in RGB: R 63 G 120 B 193
in CMYK: C 92 M 44 Y 0 K 0
in L*a*b: L 45 a -13 b -49
Das in L*a*b angegebene ICC-Profil ist letztendlich nichts anderes, als ein Soll- / Ist-Vergleich von Farbwerten, also ein Vergleich des Idealzustandes und der Realität.

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