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Bilder

Der Risograph schafft aufgrund seines schwachen internen Bildrasterprozessors (RIP) nicht, Übergänge von 0 – 5% Farbauftrag korrekt zu rastern, eine Folge dessen ist, dass Bilder in diesen Bereichen ausreißen und einfach weiß dargestellt werden. Es wird deshalb vorgeschlagen:

Fotografien mit einem leichten Grauton zu hinterlegen

eine Gradationskurve anzulegen, welche in den Höhen die Farben mit 90 – 100% Farbauftrag bei 90% kappt.

1 Standardgradationskurve in Adobe Photoshop mit einem Tonwertumfang von 100%
2 Angepasste Gradationskurve mit einem Tonwertumfang von etwa 90%, daraus resultierend ergibt sich ein besser druckbares Motiv

Die Gradationskurve ist ein umfangreiches Werkzeug um Tonwerte verschiedenster Bildmotive in vollem Umfang zu korrigieren, hierbei werden die Tonwerte als gerade diagonale Linie innerhalb eines Diagramms dargestellt1, welches je nach Farbmodus auf der x- bzw. der y-Achse Ein- und Ausgabewerte für die verschiedenen Farbtöne eines Bildes darstellt. Aufrufen lässt sich der Dialog der Gradationskurven entweder über Bild » Anpassungen » Gradationskurven oder, um danach noch Veränderungen an der Gradationskurve vorzunehmen auch als Einstellungsebene über das Einstellungsebenen-Symbol unten in der Ebenenpalette, so bleibt das Originalmotiv unangetastet.2 Im Hintergrund der des Dialogs scheint das Histrogramm des Bildes, also die grafische Darstellung der Verteilung von Farbtönen des Bildes, durch. Die Gradationskurve selbst liegt über dem Histogramm und zeigt die Ein- bzw Ausgabewerte des Bildes in einer, sofern keine Bearbeitung vorliegt, linearen Kurve. Wenn das Bildmotiv bereits im Modus Graustufen vorliegt, nähern sich die Tonwerte zum Nullpunkt des Diagramms ebenso null an, der absolute Nullpunkt steht also für die hellsten Stellen des Motivs, im Gegensatz dazu stehen die dunklen Töne des Motivs am Weitesten vom Nullpunkt entfernt, die Skala folgt also jeweils dem Farbauftrag des Bildmotivs. Hierbei stehen auf der horizontalen Achse die Eingabe-, auf der vertikalen Achse die Ausgabewerte. Sofern der Linie Steuerpunkte hinzugefügt werden und diese verschoben werden, ändert sich die Form der Gradationskurve. Damit verändern sich gleichermaßen die Tonwerte des Bildes. Das Dialogfeld selbst verfügt über zwei Werkzeugleisten, eine der Werkzeugleisten läuft auf der linken Seite des Modalfelds vertikal herunter, eine zweite Werkzeugleiste befindet sich am unteren Rand der Checkbox. Um schnell brauchbare Ergebnisse zu erzielen und das Bild für den Risographen aufzubereiten, können zwei einfache Methoden der Bildbearbeitung verfolgt werden.

So gibt es in der linken Werkzeugleiste das Im-Bild-Korrekturwerkzeug, dargestellt durch das Fingericon mit zwei vertikal ausgerichteten Pfeilen. Dieses kann nach erfolgter Auswahl dazu verwendet werden, um mit dem Cursor auf die hellste Stelle des Bildes zu fahren.

Diese wird auf der Gradationskurve nun markiert und kann durch Klicken und nach unten ziehen des Mauszeigers dunkler gemacht werden, sodass sich die Kurve um etwa 5% flacher verläuft. Zur Kontrolle können die Werte bei Ein- / und Ausgabe überprüfen, sofern eine Korrektur am Bild vorgenommen wurde, zeigen diese Felder nun zwei unterschiedliche Werte an.

Dieses Prozedere kann gleichermaßen mit den Tiefen des Bildes gemacht werden, diese sollten leicht aufgehellt werden, damit der Farbauftrag auf dem Bedruckstoff nicht zu hoch wird. Durch Anklicken einer besonders dunklen Stelle des Bildes mit besonders viel Farbauftrag und einer Nach-Oben-Bewegung wird diese Stelle nun um den gewünschten Betrag aufgehellt. Auch hier ist eine Bearbeitung um 5% ratsam.

  1. Gradationskurvenkorrektur, https://helpx.adobe.com/de/photoshop/using/curves-adjustment.html, abgerufen am 21. März 2017
  2. Gradationskurven verstehen, http://www.webmasterpro.de/design/article/photoshop-gradationskurven-verstehen.html, abgerufen am 21. März 2017